Der Badumbau

Abriss des vorhandenen Fliesenbelags.

Werkzeug: Stemmhammer, Schuttkübel (Mörtelkübel), Gehörschutz, Schutzbrille, Handschuhe

Step 1

Der erste Schritt ist die Entkernung. Hier entfernst du die vorhandenen Sanitärinstallationen und versiehst die Öffnungen der Leitungen mit Baustopfen, wo später deine Fliese passgenau ausgeschnitten wird. In den meisten Fällen ist das Aufgabe des Sanitärinstallateurs, damit gewährleistet ist, dass die Leitungen direkt so verlegt werden, wie sie später benötigt werden.

Step 2

Mit der passenden Schutzausrüstung -  Gehörschutz, Schutzbrille etc. - geht es nun daran, den alten Fliesenbelag zu entfernen. Mit dem Stemmhammer geht das natürlich wesentlich einfacher und schneller als mit Hammer und Meißel. Hier solltest du unbedingt von oben nach unten arbeiten, damit du nicht von abfallenden Stücken verletzt werden kannst.

 

Vorbereitung des Untergrunds vor dem Fliesen.

Werkzeug: Quast, Eimer, Wasserwaage, Mörtelkübel, Putz- und Maurerkellen, Glättekelle, Rührwerk (Quirl), leere Eimer für sauberes Wasser

Material: Wasser, Grundierung, Ausgleichsmörtel oder Putz. Je nach Schichtstärke Putzschienen.

Step 1

Als Erstes solltest du den Untergrund auf seine Beschaffenheit und Eignung überprüfen. Kleiner Tipp dazu: Klopfe den Untergrund kurz ab um zu überprüfen, ob es hohl klingt. Sollte dies der Fall sein, musst du die hohle Stelle entfernen.

Wenn der Untergrund es aufgrund seiner Beschaffenheit zulässt, weiter bearbeitet zu werden, folgt nun das Grundieren mit PCI Gisogrund für saugende Untergründe - vorausgesetzt, es handelt sich um einen saugenden Untergrund. Ansonsten kommt PCI Gisogrund 303 zum Einsatz.

Die Grundierung trägst du im Kreuzverfahren mit einem Quast oder einer Streichrolle satt auf.

Step 2

Nachdem die Grundierung entsprechend den Herstellervorgaben getrocknet ist, geht es nun an das Verputzen bzw. Begradigen der zu verlegenden Fläche. Der Ausgleichsmörtel wird nach den Herstellerangaben in einem Mörtelkübel angemischt, dann auf die Wand aufgetragen, mit der Wasserwaage abgezogen bzw. kontrolliert, ob die Flucht der Wand stimmt.

Auch hier wieder ein kleiner Tipp von uns dazu: Wenn die Schicht zu dick wird und man nicht frei Hand arbeiten kann, solltest du vorher - beispielsweise mit Schnellkleber - sogenannte Putzschienen anbringen. So kann man den Putz nach dem Auftragen mit der Wasserwaage entlang der Putzschienen abziehen - und die Flucht stimmt. Wichtig ist dabei zu beachten, dass der Kleber für die Schienen trocken ist, bevor mit der weiteren Arbeit begonnen wird, um ein Verrutschen beim Abziehen zu vermeiden.

Step 3

Dieser Schritt betrifft die Abdichtung der Dusche - falls vorhanden.

Wie man die Sache angeht, ist hier in unserem Tutorial gut beschrieben.

Jetzt aber: Das eigentliche Fliesen beginnt!

Werkzeug: Fliesenschneider, Flex mit Diamantscheibe, Rührwerk, Zollstock, Stift, Zahnspachtel, Putz- und Maurerkelle, Wasserwaage, Messer, Schwamm, Mörtelkübel, leere Eimer, Schutzbrille.

Material: Wasser, Fliesenkleber, Fliesen.

Step 1

Als Erstes teilst du dir die zu verlegende Fläche mit der Fliese ein – sprich: du misst, wie und wo deine Fliese hinkommen soll. Das zeichnest du dann auf der Wand an, am besten mit der Wasserwaage. Es empfiehlt sich, die Sache so anzugehen, dass du so wenig wie möglich schneiden musst.

Wichtig: Beachte dabei, dass möglichst viele Fliesen ohne Zuschneiden verlegt werden können, insbesondere wenn du ein Großformat verlegst; denn sonst geht die gewünschte Wirkung verloren.

Step 2

Jetzt wird der Kleber in einem Mörtelkübel nach den Herstellervorgaben angemischt. Im Anschluss daran beginnst du, die Fliesen so zu verlegen, wie du es dir vorher aufgeteilt hast. Dabei ziehst du den Kleber mit einem Zahnspachtel in der notwendigen Zahnung auf und schiebst deine Fliese regelrecht in das Kleberbett ein, damit die Fliese vollflächig verklebt ist. Herausquellenden Kleber einfach mit dem Messer abkratzen und mit einem Schwamm abwischen.

Der krönende Abschluss – das Verfugen und Silikonieren

Werkzeug: Fugbrett, Schwammbrett, Waschboy, Silikonspritze, Fuggummis oder alternativ ein Magnum-Eisstäbchen, Rührwerk für Bohrmaschine, Bohrmaschine, Eimer, Pinsel.

Material: Wasser, Fugenmasse, Silikon, Glättmittel.

Step 1

Du beginnst damit, die Fugenmasse den Herstellerangaben entsprechend anzumischen. Sobald dies getan ist, bringst du das Fugmaterial schräg zur Fliesenfuge ein. Ausreichend Druck solltest du dabei ausüben, damit die Masse auch fest eingebracht ist.

Step 2

Das Abwaschen bzw. Formen der Fuge nach der einzuhaltenden Standzeit ist essentiell für die spätere Optik der Fuge. Mit dem feuchten Schwammbrett wird die aufgetragene Fugenmasse umgangssprachlich gebrochen. Das Schwammbrett wird in einer kreisenden Bewegung über die Fuge gewischt, bis die Fuge ihre Form erhalten hat. Sobald du damit fertig bist, solltest du mit einem alten Microfaser-Tuch nachwischen, um den groben Zementschleier zu entfernen und das edle Finish der Fuge hinzubekommen.

Step 3

Der krönende Abschluss ist in den meisten Fällen: das Silikonieren. Es erfordert ein gewisses Feingefühl und ist hauptsächlich Übungssache. Nimm dir ruhig ausreichend Zeit hierfür!

Denn mit der Fuge steht und fällt das Badezimmer.

Du ziehst hierzu das Silikon mit der Kartuschenpistole gleichmäßig in die Eckanschlüsse auf. Beachte: Trage dabei nicht zu viele Meter gleichzeitig auf, sondern verbrauche immer nur - im Schnitt - eine Kartusche. Auf das aufgebrachte Silikon trägst du dann anschließend Glättmittel auf und ziehst mit dem Fuggummi oder Eisstäbchen das überschüssige Silikon ab. Du solltest aber kurz noch einmal nachglätten; dazu ganz leicht mit einem feuchten Pinsel über die Silikonfuge hinwegziehen, ohne zu viel Druck auszuüben. Du „streichelst“ die Fuge quasi.

Step 4

Geschafft! Bauendreinigung und dein neues Bad lässt sich in vollen Zügen genießen!

Text: Sascha Kupferschläger
Bilder: PCI
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Salina Krings

Team Marketing

Fliesenmax GmbH & Co.KG