Barrierefreies Wohnen


Immer häufiger steht das barrierefreie Wohnen beim Architekten ganz oben auf der Prioritätenliste, wenn es um die Planung und Gestaltung moderner Wohnräume im Neubau oder bei der Sanierung geht. Ein Wohnansatz, der zum einen zukunftsorientiert ist, gleichzeitig aber auch völlig neue, moderne und ästhetische Gestaltungsmöglichkeiten bietet.

Ein Bereich, der dabei besonders im Fokus steht, ist der Duschbereich im Badezimmer. Die Industrie hat sich mittlerweile perfekt auf den Wunsch des ebenerdigen Bades eingestellt, womit der architektonischen Gestaltung gleichzeitig keine Grenzen mehr gesetzt sind. Einstiegsbarrieren in die Duschtasse gehören mittlerweile der Vergangenheit an. Zentrale Bodenabläufe, Linienentwässerung in Form von Rinnen oder sogar Integration des Ablaufs in die Wand, alles ist möglich.

Die Fliese bietet dabei neben der ästhetischen Komponente auch die technisch perfekt passenden Attribute, um den Duschbereich schön, sicher und pflegeleicht zu gestalten. Gerade in der altersgerechten Sanierung ist die bodengleiche Dusche ein Muss und technisch mittlerweile immer umsetzbar. Während früher ein solches Vorhaben oftmals noch an notwendigen Einbauhöhen scheiterte, gibt es heute für alle Gegebenheiten passende Systeme. Von der richtigen Abdichtung bis zur perfekt zu Ihnen passenden Fliese, bei Fliesenmax findest Du alles, was Du für die bodengleiche Dusche brauchst.

Gerne begleiten wir Dich von Anfang an bei Deinem Vorhaben und unterstützen Dich sowohl bei der technischen als auch bei der gestalterischen Komponente durch unsere professionelle Badplanung.

Zu Beginn gilt es, den Raum zu planen. Hierbei wird festgelegt, wo was hinkommt. In der Regel sind Waschbecken, Toilette, Dusche und ggf. noch eine Badewanne unterzubringen. Für den Bereich der bodengleichen Dusche sind nun ein paar weitere Details festzulegen. Zunächst steht hierbei die Wahl der Entwässerung an. Soll es z.B. ein 10x10 cm großer, zentraler Ablauf sein oder doch lieber eine Ablaufrinne.

Aufbauend auf diese Entscheidung wird sodann die richtige Abdichtung zu wählen sein, damit Wasserschäden langfristig und zuverlässig vermieden werden. Zur Auswahl stehen Flüssig-, Bahnen- oder Plattenabdichtungen.

Die Plattenabdichtung, in der bereits das nötige Gefälle enthalten ist, bietet hier eine einfach zu verarbeitende und gleichzeitig sichere Möglichkeit. Die Position des Ablaufes oder der Rinne ist bereits festgelegt. Als Nächstes werden die Dichtbänder und Manschetten in den Bereichen der Wand- und Bodenanschlüsse mit z.B. PCI Lastogum eingeklebt. Die Wände werden ebenfalls in 2 Schichten mit PCI Lastogum abgedichtet. Alternativ kann hier auch die Abdichtbahn Pecilastic zum Einsatz kommen. Bei der Auswahl der Fliese sind nunmehr keine Grenzen mehr gesetzt. Du hast dich für einen 10x10cm großen Ablauf entschieden? Dann empfehlen wir den Einsatz von Mosaik. Durch Mosaik fällt es am leichtesten, das Gefälle, welches aus allen vier Richtungen zum Ablauf verläuft, zu übernehmen. Durch den erhöhten Fugenanteil beim Mosaik wird auch automatisch eine Rutschsicherheit gewährleistet. Je nach Mosaikwahl gilt es, den richtigen Fliesenkleber und Fugenmörtel zu wählen.

Wenn es eine Linienentwässerung über eine Ablaufrinne sein soll, empfiehlt sich das Peciboard Linea L1. Der Einbau verläuft genauso; und auch in diesem Fall wird lediglich eine Einbauhöhe von 77mm benötigt. Bei der Linienentwässerung und dem damit verbundenen einseitigen Gefälle bietet sich, bei der optischen Gestaltung der Fliese, die Weiterführung des Bodenbelags auch in die Dusche an. Du hast dich bspw. für die Treverkhome als Badezimmerboden entscheiden? Kein Problem, die Fliese wird einfach auch in den Duschbereich gelegt. Wenn Sie erhöhten Wert auf Rutschsicherheit legen, wäre z.B. die Serie Traffic eine Option: 60x60 in R9 auf dem Boden und im Duschbereich 60x60 in R11. In puncto Rutschsicherheit gibt es im privaten Bereich allerdings keine Vorschriften. Bei der klassischen Duschtasse bspw. war auch keine besondere Aufmerksamkeit auf Rutschsicherheit gelegt.

Grundsätzlich sind einige Aspekte zu beachten, wenn das Badezimmer barrierefreien Ansprüchen gerecht werden soll. Wichtigste Voraussetzung ist, dass vor allen Sanitärobjekten eine Bewegungsfläche von mindestens 120x120 cm sein sollte; hierbei sind Überlagerungen möglich. Des Weiteren ist wichtig, dass unter dem Waschbecken genügend Beinfreiraum ist und die Wandgestaltung sollte eine Nachrüstung von Griffen erlauben. Diese könnten in der Dusche und neben der Toilette benötigt werden. Außerdem sollten Türen nach außen hin geöffnet werden, sodass man sich nicht den Weg versperren kann. Für eine einfache Handhabung und zur Vermeidung von Verbrühungen sollte eine Einhebel-Armatur montiert werden. Ein Bereich, der besonders im Fokus steht, ist der Duschbereich. In der Dusche ist wichtig, dass eine Ablage/Sitzmöglichkeit eingeplant wird und sie bodengleich ist. Jedoch sind dies nur Aspekte, die genannt werden sollten, wenn es um barrierefreies Wohnen geht. Ob alle Punkte in der Planung berücksichtigt werden, liegt bei jedem selbst.

Somit bleibt es dabei, Barrierefreiheit heißt Gestaltungsfreiheit!