TUTORIEN FÜR FLIESENMAX


  • TUTORIAL: KAUFBERATUNG: EINSATZZWECK UND EINSATZORT VERSCHIEDENER FLIESEN

    A. Vorteil von Fliesen gegenüber alternativen Bodenbelägen und Wandverkleidung

    Fliesen sind im Allgemeinen unglaublich pflegeleicht und wegen ihrer Robustheit sehr viel unempfindlicher und langlebiger als die meisten alternativen Bodenbeläge. Die glatte Oberfläche einer Fliese erlaubt das schnelle und unkomplizierte Überwischen, sodass Verschmutzung oder Wasser in der Regel mühelos entfernt werden können. Daher wissen insbesondere Familien mit kleinen Kindern oder Besitzer von Haustieren die Vorteile von Fliesen in vielen Bereichen des Haushalts zu schätzen. Doch Fliesen sind nicht nur etwas für pragmatische Menschen. In ihrer reichhaltigen Auswahl in Größe, Form, Farbe und Material lassen sich Fliesen vielseitig nach dem individuellen Geschmack der Menschen gestalten. Wer dekorative Ideen mit Fliesen ausprobieren möchte, dem sind keine Grenzen gesetzt. So lassen sich auch bisher ungewöhnliche Akzente in der Innenraumgestaltung mit Fliesen setzten, indem beispielsweise die Fliese vermehrt in Wohn- und Schlafräumen eingesetzt wird. So kombinieren Fliesen mit Holzoptik beispielsweise geschickt die warme Optik des Holzes mit den praktischen Eigenschaften einer Fliese. Ausgefallene Fliesendesigns sind schon keine Seltenheit mehr. Wer dagegen nicht nur die Wärme in der Optik schätzt, wird den Fliesenboden in Verbindung mit einer Fußbodenheizung ganz besonders mögen. Die Wärme der Fußbodenheizung strahlt über die Fliesenfläche des Bodens gleichmäßig und anhaltend ab, was ein sehr angenehmes Gefühl erzeugt.

    B. Vom Badezimmer bis zum Außenbereich - wo Fliesen zum Einsatz kommen.

    Auch wenn Du Fliesenbeläge am häufigsten im Badezimmer oder in der Küche vermutest, prinzipiell kannst Du Fliesen überall verlegen. So werden auch in den Wohn- und Schlafräumen Fliesenböden und raffinierte Fliesendesigns an den Wänden immer beliebter. Zudem gibt es im Außenbereich, also im Garten und rund um das Haus, unzählige Möglichkeiten, mit Fliesen wohnliches Ambiente und praktischen Nutzen miteinander zu verbinden. Bei der Gestaltung Deines Innenraumes solltest Du die optischen Effekte beim Fliesenverlegen keineswegs unterschätzen. So tragen große Fliesen dazu bei, Räume größer erscheinen zu lassen. Ist die Farbe der Verfugung dunkler als die Farbe der Fliesenfläche, wirken die Fugen weniger auffällig. Dagegen sind hellere oder in einem ungewöhnlichen Farbton gehaltene Fugen zwischen den Wandfliesen ein gutes Stilmittel, um eine extravagante Designidee umzusetzen. Achte beim Fliesenkauf vor allem darauf, die für Deinen Anwendungsbereich geeignete Fliese zu erwerben. Zur Auswahl stehen Dir drei typische Arten von Keramikfliesen. Der erste Fliesentyp besteht aus Steingut, das aufgrund seines geringen Gewichts als Wandfliese gebraucht wird. Aber auch als Bodenfliese kann Steingut verwendet werden, ist dabei jedoch nicht so widerstandsfähig gegen Verschleiß wie eine Fliese aus Steinzeug. Steinzeug ist aufwendiger in der Herstellung, dafür jedoch sehr viel robuster und unempfindlicher als Steingut. So wird Steinzeug in verschiedene Härteklassen, dem sogenannten Abrieb, eingeteilt. Insbesondere in stark beanspruchten Räumen werden Bodenfliesen aus Steinzeug verlegt, die einen geringen durchschnittlichen Materialverlust verzeichnen. Noch hochwertiger und härter ist Feinsteinzeug, das oftmals gegen Frostschäden immun ist, da es nahezu wasserundurchlässig ist. Das macht Fliesen aus Feinsteinzeug zu einer guten Wahl im Außenbereich. Für welche Fliese Du Dich auch entscheiden magst, kaufe nicht zu wenige Fliesen. Solltest Du beim Verlegen bemerken, dass die Anzahl der Fliesen doch nicht ausreicht, oder möchtest Du eine Fliese austauschen, solltest Du genügend Ersatzfliesen aus der selben Charge vorrätig haben. Die Menge aller Fliesen aus einem Brennvorgang wird Charge genannt. Entscheidend hierbei ist die Tatsache, dass zufällige kleine Abweichungen in der Herstellung der Fliesen schon leichte Veränderungen der Optik bewirken können, die im Gesamtbild stören können.

  • TUTORIAL: BODENFLIESEN VERLEGEN

    A. Vorbereitung des Untergrundes

    Mit etwas Geschick und Augenmaß ist es für ambitionierte Heimwerker nicht schwer, das Fliesenverlegen zu erlernen. Basis jeder guten Arbeit ist dabei die richtige Vorbereitung. Werden dann alle Arbeitsschritte sorgfältig und in der Reihenfolge beachtet, können auch Laien sehr bald voller Stolz ihre neuen, selbst verlegten Fliesen bestaunen. Bevor das Verlegen der Fliesen beginnen kann, muss der Untergrund genauestens auf Unebenheiten überprüft werden. Schau' Dir die Fläche, auf der Deine Fliesen einmal platziert werden sollen, gewissenhaft an. Überprüfe dabei, ob der Boden nicht nur eben ist, sondern auch trocken, tragfähig, staubfrei und sauber. Sofern Du Deine Fliesen auf einem Dielenboden oder auf Spanplatten verlegen möchtest, solltest Du sicherstellen, dass alle Untergrundelemente fest verschraubt sind. Um unerwünschte Schwingungen einzudämmen, empfiehlt es sich, zunächst Entkoppelungsplatten auszulegen. Stellst Du bei der Begutachtung Deines Bodens fest, dass dieser noch kleine Risse oder Löcher aufweist, dann solltest Du sie mit einer entsprechenden Ausgleichsmasse oder einem Gießharz befüllen. Dazu verwendest Du eine Kelle oder eine Traufel. Sind alle Mängel beseitigt, kann der nun ebene Boden grundiert werden. Der Boden wird dann mit Tiefengrund oder Haftemulsion behandelt; das Grundieren geschieht mit einem Pinsel oder einer Rolle. Solltest Du Dein Badezimmer fliesen, dann solltest Du bei der Grundierung beachten, dass Du eine tief wirkende Sperrgrundierung aufträgst, da in solchen Nassräumen häufig Spritzwasser auf den Boden gelangt und den Untergrund befeuchtet.

    B. Raummitte bestimmen und Probeausrichten der Fliesen

    Die Vorbereitung des Bodens ist nach der Grundierung abgeschlossen. Im nächsten Schritt bestimmst Du die Maße des Raumes und markierst die Mitte der Bodenfläche. Hierfür wird eine Richtschnur über dem Boden gespannt, und das mittig und parallel zu den längsseitigen Wänden. Dann kann die Ausrichtung der Fliesen vollzogen werden, die zunächst probeweise geschieht. Lege dazu die Fliesen kreuzweise von der Mitte des Raumes beginnend aus. Diese Methode verschafft Dir den idealen Überblick über Dein weiteres Vorgehen, und Du kannst feststellen, wie die Verschnitte an den Zimmerwänden verlaufen. Da Du von der Mitte aus platzierst, bist Du in der Lage, die Außenbahnen an den Wänden in gleicher Verschnittgröße zu verlegen. Die Anordnung der Fliesen wird daher symmetrisch, und der Raum wirkt sehr viel harmonischer. Achte beim Probeauslegen darauf, eine bestimmte Fugenbreite von 2 bis 20 mm zwischen den einzelnen Fliesen zu belassen. Sofern Du Fliesen in diagonaler Anordnung verlegen möchtest, musst Du vor dem Auslegen die Längs- und Querachse des Raumes bestimmen, um dazwischen den Fliesenverlauf in einem Winkel von 45° markieren zu können.

    C. Fliesenkleber anrühren und auftragen

    Als Nächstes bereitest Du den Fliesenkleber vor, indem Du den Mörtel anrührst und eine gewisse Zeit ziehen lässt. Nach der sogenannten Reifezeit ist der Kleber nun einsatzbereit, und Du kannst ihn auf den Boden verteilen. Auch hier fängst Du wieder bei der Mitte des Raumes an. Verteile nur so viel Kleber, wie Du zum Platzieren der Fliesen benötigst, also etwa 1 bis 1,5 m² pro Bearbeitung. Mit einem Zahnspachtel wird die Klebermasse auf dem Boden ebenmäßig und im Rillenmuster verteilt. Das Maß der Zähnung ist dabei abhängig von der Fliesenrückseite und -größe sowie der Beschaffenheit des Untergrunds. Ist der Untergrund beispielsweise mit einer Fußbodenheizung versehen oder wird auf Spanplatten verlegt, so wird hierbei ein spezieller Flexkleber benötigt.

    D. Bodenfliese platzieren

    Hast Du den Fliesenkleber auf einer Stelle, die Du bearbeitest, gleichmäßig und im Rillenmuster verteilt, so können die Fliesen platziert werden. Das Verlegen der Fliesen geschieht wiederum von der markierten Mitte des Raumes aus. Arbeite entlang der gesetzten Richtschnur, wobei Du wahlweise die Fliesenmitte oder eine Fuge an der Schnur ausrichtest. Die einzelne Fliese wird mit einer leichten Drehbewegung ins Fliesenbett gedrückt. Dabei wird die zu platzierende Fliese von der Nachbarfliese weggezogen, damit der Kleber nicht in die Fugenräume gedrückt wird. Bei Bedarf kannst Du die Fliese mit einem Gummihammer leicht in die gewünschte Position bringen. Den Abstand zwischen den Fliesen hältst Du am besten einheitlich, indem Du Fliesenkreuze verwendest. Durch diese Abstandhalter vermeidest Du unregelmäßig verlaufende Fugen. Wünschst Du Sockelleisten entlang an der Wand zu setzten, beachte einen Abstand von mindestens einer Fugenbreite. Das Gleiche gilt für den Übergang zu anderen Räumen. Nachdem die letzte Fliese verlegt wurde, muss der Fliesenkleber trocknen.

    E. Zuschneiden der Bodenfliesen

    Spätestens wenn Du beim Fliesenverlegen die Wand des Raumes erreicht hast, bist Du gezwungen, Fliesen zu schneiden. Das Schneiden wird durch ein spezielles Fliesenschneidegerät ermöglicht. Dabei wird die Fliese an ihrer Oberseite angeritzt und anschließend über eine Kante gebrochen. Wenn Du über kein entsprechendes Schneidegerät verfügst, kannst Du ein solches Gerät im Fachhandel ausleihen. Für den Fall, dass Du ein Loch in eine Fliese schneiden musst, verwende eine sogenannte Fliesenlochzange. Alternativ kannst Du mit einem speziellen Lochfräsenaufsatz bohren.

    F. Verfugen und Säubern

    Nun, da Du alle Fliesen verlegt hast, und der Fliesenkleber genug Zeit hatte um verhärten zu können, geht es an das Verfugen. Dazu werden als Erstes sämtliche Fugenräume mit einem Holzkeil freigekratzt. Rühre anschließend den Fugenmörtel mit Wasser an, und lege die fertige Fugenmasse auf die Fliesen aus. In diagonalen Bewegungen wird das schlammartige Fugenmaterial mit einer Fugenscheibe in die Zwischenräume eingearbeitet, bis die Fuge vollständig gefüllt ist. Trage dabei Gummihandschuhe. Ist die gesamte Bodenfläche verfugt und angetrocknet, dann wasche ebenfalls in diagonalen Bewegungen die Fliesen mit einem Schwammbrett und Wasser ab. Warte mit dem Entfernen der überschüssigen Fugenmasse nicht zu lange, da sonst ein unschöner Grauschleier auf der Fliesenfläche zurückbleibt. An den Ecken und den Übergängen von Boden- und Sockelfliesen müssen unbedingt Dehnungsfugen aus Silikon oder ähnlichem elastischen Fugenmaterial eingearbeitet werden. Solche Dehnungsfugen kommen zudem überall dort zum Einsatz, wo die verlegten Fliesen auf ein anderes Bauelement stoßen. Die Elastizität der Dehnungsfugen verhindert, dass es beispielsweise zu Rissen kommt, wenn sich die Materialien bei Temperaturschwankungen ausdehnen und zusammenziehen. Bevor jedoch das Silikon mit einer Kartusche in die Fuge gespritzt wird, solltest Du mit Malerband oder Ähnlichem die Fugenränder von beiden Seiten abkleben. Zum Schluss wird das eingefüllte Silikon mit dem nassen Daumen glatt gestrichen.

  • TUTORIAL: WANDFLIESEN VERLEGEN

    A. Vorbereitung des Untergrundes, Abkleben und Schutzvorkehrungen

    Die richtige Vorbereitung ist auch beim Verfliesen von Wänden unverzichtbar, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Überprüfe daher den Zustand der ausgesuchten Wandfläche und stelle fest, ob diese für das Anbringen von Fliesen geeignet ist. Die Wand muss die Last der Fliesen tragen können, etwaige Unebenheiten können mit einem entsprechenden Rissharz behandelt werden. Gefliest werden kann grundsätzlich auf verschiedenen Untergründen, wie zum Beispiel auf Gipskarton, Faserzement oder Porenbeton. Je nach Beschaffenheit und Baustoffart des Untergrunds wird eine spezielle Grundierung benötigt. Unter Umständen musst Du vor dem Fliesen die Wandfläche mit Gips verputzen. Beachte jedoch, dass eine gipshaltige Untergrundfläche mit Tiefengrund grundiert werden muss, da sonst Feuchtigkeit in die Wand einzieht und die Haftung der Fliesen nicht mehr gesichert ist. Im Bade- und Duschbereich, wo besonders häufig Spritzwasser auftritt, sollten die Wände vor dem Befliesen mit einem Abdichtanstrich grundiert werden.

    B. Ausrichten der Fliesenreihen

    Grundsätzlich stellt sich bei der Ausrichtung der Fliesenreihen die Frage, ob bis zur Zimmerdecke oder bis zu einer bestimmten Höhe gefliest werden soll. Im ersten Fall würdest Du unten am Boden mit dem Verlegen einer ganzen Fliesenreihe anfangen. Dagegen beginnst Du oben von der gewünschten Abschlusshöhe mit dem Verlegen einer ganzen Reihe, wenn nur bis dahin gefliest werden soll. Um die Wunschhöhe zu bestimmen, zeichnest Du zur Orientierung eine senkrechte und waagerechte Linie an. Damit die beflieste Wand in ihrer Anordnung symmetrisch und harmonisch erscheint, wird die erste Fliese in der Mitte platziert. Klebe zudem die waagerechte Linie, über die hinaus nicht mehr gefliest werden soll, mit einem Malerband oder ähnlichem ab. So hast Du beim Verlegen eine optimale Orientierung und es erleichtert Dir zum Schluss das Reinigen.

    C. Fliesenkleber anrühren und auftragen

    Als Nächstes rührst Du den Fliesenkleber an und lässt ihn etwas ziehen. Nach einer gewissen Reifezeit ist der Fliesenkleber einsatzbereit und Du kannst ihn gleichmäßig auf die Wand verteilen. Mit einer Kelle oder einer Traufel wird der Kleber auf die grundierte Fläche aufgetragen, und mit Hilfe des Werkzeugs entsteht ein Rillenmuster. Solltest Du auf Spanplatten oder auf alten Fliesen verlegen, benutze den für höhere Belastungen geeigneten Flexkleber. Nun hast Du eine ebene Fläche mit einem gewissen Verzahnungsprofil, dessen Größe je nach Fliesenunterseite und -größe bemessen werden sollte. Trage jedoch nie mehr Fliesenkleber auf die Wand, als Du in einem Arbeitsschritt benötigst.

    D. Wandfliese platzieren

    Im nächsten Schritt können die einzelnen Fliesen ins Mörtelbett mit einer leichten Drehbewegung gedrückt werden. Die jeweils nächste Fliese wird beim Platzieren von der Nachbarfliese weggezogen, sodass möglichst wenig vom Kleber zwischen die Fliesen gedrückt wird. Wie bei der Ausrichtung der Fliesen beschrieben wurde, wird die erste Fliesenreihe von oben in der Mitte beginnend verlegt. Überprüfe während des Verlegens immer wieder, ob Du in der Waagerechten gefliest hast und nutze Fliesenkreuze, um die Fugenabstände einheitlich zu halten. Achte vor allem darauf, dass der Fliesenkleber gleichmäßig an der Wand verteilt ist und die gesamte Fliesenrückseite im Mörtelbett liegt. Denn dies ist für eine bestmögliche Stabilität der Fliese notwendig.

    E. Zuschneiden der Wandfliesen, Außenecken und Bordüren

    Hast Du eine Reihe Fliesen verlegt, müssen sie an den seitlichen Rändern entsprechend zugeschnitten werden. Ein spezielles Fliesenschneidegerät ermöglicht das Schneiden der Fliesen. Dabei wird die Fliese an ihrer Oberseite angeritzt, damit sie anschließend über eine Kante durchgebrochen werden kann. Sofern Du über kein entsprechendes Schneidegerät verfügst, kannst Du ein solches Gerät im Fachhandel ausleihen. An Wänden wirst Du recht häufig auf Hindernisse wie Lichtschalter, Steckdosen, Heizkörper und andere Bauelemente stoßen, sodass Du ein Loch in eine Fliese schneiden musst. Verwende eine sogenannte Fliesenlochzange, um ein Stück aus der Fliese zu brechen, oder bohre mit einem speziellen Lochfräsenaufsatz. Eine spezielle Anforderung stellt das Fliesen um Außenecken herum. Fange mit der Fliesenreihe an der Außenkante an, bis Du die Innenecke erreichst. Je nach persönlichem Geschmack kannst Du mit einer Reihe Bordüren dekorative Akzente an der gefliesten Wand setzten. Oben als Abschluss einer Fliesenfläche oder einer Außenkante sind Bordüren sehr beliebt.

    F. Verfugen und Säubern

    Sind alle Fliesen an der Wand verlegt, muss zunächst der Fugenkleber trocknen und aushärten, bevor Du mit der Verfugung als letztem Arbeitsschritt starten kannst. Dazu werden sämtliche Fugenräume mit einem Holzkeil vom überschüssigen Fliesenkleber befreit. Anschließend wird der Fugenmörtel mit Wasser angerührt. Die fertige Fugenmasse legst Du dann auf die Fliesen aus. Verteile in diagonalen Bewegungen den Schlamm des Fugenmaterials mit einer Fugenscheibe in die Zwischenräume, bis alle Zwischenräume der Fliesenfläche verfugt sind. Dabei solltest Du Gummihandschuhe tragen. Hast Du das Verfugen beendet, lässt Du die Fugenmasse antrocknen. Zum Schluss wäschst Du ebenfalls in diagonalen Bewegungen die Fliesen mit einem Schwammbrett und Wasser ab. Dabei solltest Du mit dem Abstreifen der überschüssigen Fugenmasse nicht zu lange warten, da sonst ein unansehnlicher Grauschleier auf Ihrer gefliesten Wand zum Vorschein kommt. In allen Ecken und in den Übergängen von der Wand zum Boden oder zur Decke werden unbedingt Dehnungsfugen aus Silikon oder ähnlichem elastischen Fugenmaterial verwendet. Solche Dehnungsfugen kommen außerdem überall dort zum Einsatz, wo die verlegten Fliesen auf ein anderes Bauelement stoßen. Die Elastizität der Dehnungsfugen verhindert, dass es beispielsweise zu Rissen kommt, wenn sich die Materialien bei Temperaturschwankungen ausdehnen und zusammenziehen. Bevor jedoch das Silikon mit einer Kartusche in die Fuge gespritzt wird, solltest Du mit Malerband oder Ähnlichem die Fugenränder von beiden Seiten abkleben. Zum Schluss wird das eingefüllte Silikon mit dem nassen Daumen glatt gestrichen.

  • TUTORIAL: REINIGUNGS- UND PFLEGETIPPS

    A. Zur Sauberkeit Ihrer Fliesen - So entfernst Du effektiv und problemlos typische Flecken

    Es gibt eine Vielzahl von möglichen Flecken, die im Haushalt auftreten können. Einige typische Fleckenarten werden im Folgenden samt effektiven Reinigungstipps aufgeführt. Sollte sich jedoch noch ein Zementschleier aus Rückständen vom Fugenmaterial auf Deinen Fliesen befinden, dann verwende unbedingt einen zugelassenen Zementschleierentferner.

    Viele Flecken, die von Nahrungsmitteln verursacht werden, können mit Hilfe von Chlorbleichlauge entfernt werden. Dazu zählen Früchte-, Obst-, Marmeladen-, Gerbstoff-, Harz-, Rotwein-, Tee- und Kaffeeflecken. Butterflecken und sämtliche Ölerzeugnisse wie Dieselöl, Motoröl und Heizöl lassen sich am besten mit einem Öl-Entferner beseitigen.

    Typische Flecken, die des Öfteren von Kindern hinterlassen werden, sind ebenso leicht zu beseitigen, wenn Du einmal weißt womit. So lassen sich Grasflecken mit einem alkalisch eingestellten Grundreiniger und Wasserstoffperoxid entfernen. Mit Wasserstoffperoxid und Chlorbleichlauge verschwindet auch Tinte. Unschöne Rückstände auf dem Boden, die durch Gummisohlen verursacht worden sind, werden mit einem Wattebausch und Spiritus oder Terpentin beseitigt.

    Mit Terpentin-Ersatz oder Reinigungsbenzin lassen sich Teer- und Fettflecken aufwischen. Das Terpentin wiederum kann mit reinem Alkohol beseitigt werden. Flecken, die von Kohle verursacht werden, solltest Du mit einem Grundreiniger in den Griff bekommen. Das Gleiche gilt für Schuhcreme.

    Weitere, im Haushalt häufig anzutreffende Flecken entstehen durch Wasser. So entfernst Du Kalk mit Amidosulfonsäure, während Du Kalkseife mit Calgon behandelst.

    Haben Du Dich einmal geschnitten, können Blutflecken sehr leicht mit Enzymreiniger oder Waschpulver weggewischt werden.

    Ein weiterer guter Tipp kommt zum Schluss. Mache Dir die praktische Eigenschaft von Vereisungsspray zunutze und friere ganz einfach Flecken aus festem, klebendem Material ein, wie zum Beispiel Nagellack, Leim, Asphalt, Schokolade und Kaugummi. Achte dabei auf die Dosierungshinweise des Herstellers und verwende zum Abreiben eine weiche Bürste, einen Ceran- oder einen Glashobel.

  • TUTORIAL: GARTENWELTEN

    Der Garten als Lebensraum

    Genau dann, wenn Dich der moderne Alltag wieder gepackt und eingespannt hat, gibt es kaum etwas Schöneres, als nach Hause zu kommen und im Garten die Ruhe und Geborgenheit des eigenen Stücks Natur zu genießen. Die Idylle, die Du dort vorfindest, schafft den perfekten Rückzugsort.

    Daher ist es umso wichtiger, diesen grünen Raum der Erholung so zu gestalten, dass er Deinen individuellen Ansprüchen gerecht wird.

    Auf diesem Wege möchten wir Dir hier einige Vorschläge und Anreize bieten, wie Du Dich durch den Einsatz entsprechender Gestaltungsmittel und verschiedener Materialien einen erschwinglichen Luxus im Garten kreieren kannst. Lass' Dich inspirieren!

    Gestaltung und Gestaltungselemente

    Sitzplatz und Terrasse

    Ob bei einem entspannten Frühstück zu zweit oder einem geselligen Abend mit Freunden und der ganzen Familie - der Sitzplatz und die Terrasse werden oft zum Ort der Begegnung im Garten. Um diesem besonderen Terrain den gewissen Feinschliff zu verleihen, gibt es eine vielfältige Auswahl an Materialien, mit denen Du ihn in einem zeitlosen Charme erstrahlen lassen kannst.

    Wand und Sichtschutz

    Unser Gartensortiment steht unter dem Motto "Der Garten als Lebensraum". Und dies gilt auch im wörtlichen Sinne. Mit Wänden und Sichtschutz-Elementen hast Du die Möglichkeit, Dir auch auf Deiner Grünfläche Räume zu erstellen, in denen Du Entspannung, Erholung und Privatsphäre erfahren kannst.

    Accessoires

    Deine Individualität, die Du in Deinem Heim mit Dekorationsartikeln zeigst, kannst Du auch im Garten versprühen. Das gewisse Etwas verleihst Du ihm hier mit akzentuiert gesetzten Gartenaccessoires in hochwertiger Qualität. Eine wirkungsvoll platzierte Skulptur zum Beispiel verschönert die Aussicht auf ihre Grünflächen in bemerkenswerter Weise.

    Verlegung von Bodenbelägen im Außenbereich

    Für die Verlegung von Bodenbelägen im Außenbereich Deines Heims gibt es verschiedene Möglichkeiten, die je nach Zweck und der persönlichen Präferenz zur Anwendung kommen.

    Bei der ungebundenen Verlegung werden die Außenfliesen ohne ein Bindungsmaterial oder eine Verbundtechnik einfach und schnell aneinandergelegt. Einer der Vorteile dieses Verfahrens ist es, dass die Fliesen bei Bedarf auch ohne größeren Aufwand wieder entfernt werden können. Ein verdichteter Kies- oder Splitboden dient als tragfähiger Untergrund.

    Die gebundene Verlegung beziehungsweise Verbundverlegung ist eine beständigere Vorgehensweise. Dabei wird der Bodenbelag dauerhaft mit dem Untergrund durch Mörtel verbunden. Dieses Prinzip der Verlegung überzeugt durch die hochwertige Optik und das Ergebnis zeichnet sich durch seine pflegeleichte Handhabung aus.

    Das innovative "Snap & Go"-System bietet sich vor allem für feste Untergründe an. Durch die einfache Klick-Methode können Außenfliesen nicht nur schnell zusammengesetzt werden. Sie liefert ebenfalls die Möglichkeit, verschiedene Materialien untereinander zu verbinden und somit einen besonderen Blickfang zu schaffen.

    Materialkunde Accessoires

    Skulpturen sind in jedem Garten ein besonderes Highlight. Erfahre hier mehr über die unterschiedlichen Materialien, aus denen sie bestehen können.

    Basanit: Natur und mit Antikfinish

    Als ein beliebtes Material hat sich das frostfeste Basanit erwiesen. Dieses Lavagestein ist im naturbelassenen Zustand bekannt für seine grünliche Färbung, die durch die im Gestein enthaltenen Tonmaterialien entsteht. Basanit gibt es auch in der Variante mit Antikfinish. Es handelt sich um ein spezielles Verfahren der Oberflächenbehandlung. In einer dreifachen, aufwendigen Ausführung wird die Oberfläche in einem Braunton eingefärbt. Dieser setzt sich in den Poren des Gesteins fest. Erst durch die Verwitterung kommt im Laufe der Zeit der Grünspan zum Vorschein.

    Steinguss

    Für Skulpturen dieser Art wird flüssiger Kunststein in eine Form gegossen, die ein handgefertigtes Original zum Ursprung hat. Ist die Skulptur fest und ausgetrocknet, wird noch der letzte Schliff verliehen und das antike Finish aufgetragen, um ihr eine gewisse Extravaganz zu verleihen.

    Lavaguss

    Skulpturen aus Lavaguss werden im gleichen Verfahren wie solche aus Steinguss erstellt. Den feinen Unterschied macht die Zusammenstellung des Gussmaterials aus. Ihm werden zusätzlich ein geringer Anteil an Lavastein und etwas Wasser beigesetzt. Dadurch wird eine rauere Oberfläche erschaffen. Der frostbeständige Lavaguss ist in vier verschiedenen farblichen Ausführungen erhältlich.

    Steinfiguren mit Finish

    Dadurch, dass das Finish auf jede Figur von Hand aufgetragen wird, ist auch jede einzigartig. Je nach Einfluss der Witterung ist es möglich, dass die Farbe der Skulptur verblasst, was ihr einen besonderen Charme verleihen kann. Wenn Du diesen Prozess jedoch verzögern möchtest, kannst Du die Figur auch einfach durch ein Dach geschützt unterstellen.

  • AUSTROCKNUNGSZEIT

    Die Austrocknungszeit ist die Zeit, bis der Fliesenkleber durchgetrocknet ist; sie ist abhängig von Art des Klebers, Temperatur des Belages und dem Saugverhalten des Untergrundes.

    Der Naturstein erscheint frisch verlegt zuerst 'mal dunkler, nicht erschrecken. Zur Überprüfung mit einer trockenen, unverlegten Platte vergleichen. Bei Natursteinen kann Ihr Boden bis zum Ende der Austrockenzeit fleckig erscheinen. Dies kann bis zu 10 Wochen dauern. Der Belag kann währenddessen mit geeignetem Wischwasser nebelfeucht gereinigt werden.